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2009-11-21 Frankfurt - Geld oder Leben

in 2009 27.10.2009 19:29
von Forumsleitung • Forumsleitung | 1.990 Beiträge

GELD ODER LEBEN

für ein Konjunkturpaket zugunsten der Freien Darstellenden Künste in Hessen
Arbeitstagung zur Erstellung und Diskussion von Forderungen und Ideen


Ort und Datum: Samstag 21.11. ab 10:30 im Studierendenhaus Frankfurt


ES EILT!
Die mangelnde Förderung der freien Darstellenden Künste durch die hessische Landesregierung ist schon lange ein unmöglicher Zustand. Egal welche Parteien die Regierung bildeten: Eine gezielte Förderung der freien Tanz- und Theaterschaffenden findet nicht statt. Zwar ist Kulturpolitik Hoheitsrecht der Länder. Aber Hessen kommt dieser Verpflichtung nur unzureichend nach und befindet sich im Vergleich mit anderen Bundesländern am unteren Ende der Skala.

DIE FOLGE:

Abwanderung! Die hessische Theaterakademie hat mit der ATW in Gießen, der HFMDK Frankfurt, dem Institut für TFM Frankfurt u.a. rennomierte Ausbildungsinsitutionen für die Darstellenden Künste, welche international renommierte KünstlerInnen der freien Szene hervorgebracht haben. Doch angesichts der quasi nicht vorhandenen Förderung durch das hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst müssen die meisten, um zu überleben, das Land verlassen. Auch vielen etablierten Kollegen, sowohl Künstlern, als auch Veranstaltern, geht angesichts der schlechten finanziellen Lage die Luft aus. Weitere Folge: Entwöhnung des Publikums an Theater und Tanz.

WAS STEHT AUF DEM SPIEL?
Freie Darstellende Künste sind bundesweit Marktführer im Kinder- und Jugendtheater (Zitat Bundespräsident Horst Köhler), sie bringen Theater in die abgelegensten Gebiete, sie sind der Motor der Szene durch ästhetische Innovation und neue Arbeitsformen, sie sind Vorreiter auf dem Gebiet kultureller und ästhetischer Bildung, sind international und interkulturell vernetzt, sie bringen neue Zuschauerschichten zu Tanz und Theater Und sie sind einfach zeitgemäß flexibler, mobiler, innovativer.

WIR MACHEN ERNST!

Wir lassen uns nicht länger mit kleinen Beträgen abspeisen. Während Frankfurt immer mehr Geld für die freie Szene bereitstellt und genau wie Darmstadt seine Förderkriterien erneuert hat, während in kleinen Städten wie Rüsselsheim, Wiesbaden oder Offenbach neue Initiativen, Festivals und Spielorte entstehen befindet sich die Landesregierung im Dornröschenschlaf. Es reicht! Jetzt muss etwas passieren im Land. Deswegen treffen sich Darstellende KünstlerInnen aus Hessen, um gemeinsam zu fordern: GELD ODER LEBEN. Wir brauchen bessere Förderungen und neue Strukturen, ja sogar ein ganzes KONJUNKTURPROGRAMM, sonst geht den freien Darstellenden Künsten in Hessen die Puste aus.

JETZT ODER NIE!
Künstler/innen aus Hessen vernetzen sich bei GELD ODER LEBEN und sammeln Ideen und Forderungen für ein KONJUNKTURPAKET, also einer systematische Politikfür die freien Darstellenden Künste. Im vergangenen Mai haben bei einem Symposion in Berlin freie Darstellende KünstlerInnen aus ganz Deutschland gemeinsam Forderungen zur Verbesserung ihrer ökonomischen Lage zusammengetragen. Hintergrund ist ein Künstlerreport zur freien Darstellenden Kunst, eine umfassende Qualitative und quantitative Studie. GELD ODER LEBEN versteht sich als Fortführung dieser Initiative auf Länderebene.

ABLAUF
10:30 Begrüßung und Einleitung

11:00 Arbeitsgruppen

I.Einkommen und Förderung
Soll sich mit den Förderstrukturen, ihrer Weiterentwicklung, Mindestlöhnen etc. beschäftigen.

Moderation: Jan Deck/Franziska Lüdtke.
Gäste: Bernd Wagner (Kulturpol. Gesellschaft), Peggy Mädler (Dramaturgin und Kulturwissenschaftlerin)

II.Weitere Tätigkeitsfelder Für Darstellende Künstler
Soll sich mit neuen Feldern der Beschäftigung für Künstler beschäftigen: dem Thema Theater und Schule, der „Verflüssigung“ zwischen Kultur und Sozialem, Stadtteilprojekten und „Transition“ für Tänzer/innen.

Moderation: Wiebke Dröge/Katja Hergenhahn.
Gäste: Bernd Hesse (LAKS Hessen/angefragt), Melanie Franzen (tanzlabor21), Ilona Sauer (ASSITEJ)


III.Ausbildung und Weiterbildung

Soll sich beschäftigen, wie AbsolventInnen auf den Berufsmarkt in der freien Szene vorbereitet werden können und wie ein Weiterbildungsprogramm für alle Darstellenden Künstler aussehen könnte.

Moderation: Steffen Popp/Norbert Pape.
Gäste: Philipp Schulte (Hess. Theaterakademie), Sören Fenner (theaterjobs.de)

13:00 Mittagspause

14:00 Weiterführung AGS

16:00 Plenum

17:00 Gespräch mit Kulturämtern hessischer Städte

Mit Carolina Romahn (Leiterin Kulturamt Frankfurt), Mario Mazza (Kulturamt Darmstadt), Karin Krömer (Kulturamt Rüsselsheim/ angefragt), N.N. (Kulturamt Kassel), Ludo A. Kaiser (Kulturbüro Offenbach/angefragt)

18:30 Pause

19:30 Podiumsgespräch mit MdLs aus Hessen

Hans-Jürgen Irmer (CDU/angefragt), Gernot Grumbach (SPD/angefragt), Jochen Paulus (FDP), Sarah Sorge (Grüne). Moderation: Ruth Fühner (HR2)

21:00 Tanzpanorama- Vorstellung
Kurze Tanzstücke

INFORMATION
Jan Deck
Freier Theaterschaffender
Geschäftsführer laPROF
Landesverband Professionelles Freies Theater Hessen e.V.

Sandweg 8
60316 Frankfurt/Main
069 15024673
http://www.laprof.de


zuletzt bearbeitet 27.10.2009 19:29 | nach oben springen


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