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2008-01-08 Mannheim - Performance-Theater-Tanz-Festival

in 2008 10.04.2008 21:01
von Forumsleitung • Forumsleitung | 1.990 Beiträge

Performance-Theater-Tanz-Festival "Wunder der Prärie" in Mannheim


Dauer des Festivals: 10. September bis 20. September 2008
Bewerbungsschluss: 15. April 2008 (Datum des Poststempels)


zeitraumexit veranstaltet seit 8 Jahren ein internationales Festival zu einem jährlich wechselnden Thema. Seit 2004 trägt das Festival den Namen "Wunder der Prärie".
"Wunder der Prärie" steht für experimentelle Kunstprojekte der Bildenden und Darstellenden Kunst. Das Festival ereignet sich in Kunsträumen, bespielt urbane Räume und ist fester Bestandteil des städtischen Lebens in Mannheim.

Zu sehen und zu hören waren bereits unter anderem: Anna Huber, Stefan Kaegi, Alastair Mc Lennan, Boris Nieslony, Lindy Annis, Gob Squad, Jaap Blonk, Théatre du Radeau, Stan’s Café, FarADayCage, Volker Gerling, Mike Pearson, LaS Company, Tatsumi Orimoto, Ene-Liis Semper, Jeffery Byrd, Daniel Askill.

Das Thema 2008

Keine Angst!
Das Lustvolle des Schreckens
Sicherheit vs. Angst
Strategien gegen die Angst
Die Rettung der Welt als Medizin gegen die Zukunftsangst
Lachen über die Angst

Angst als Gefühlszustand ist zu einem allgegenwärtigen Lebenspartner geworden. Ihre Produktion beherrscht zum Beispiel ganze Industriekomplexe, verändert unsere Wahrnehmung von Gefahr und schafft ein sich fortwährend wandelndes Konsumverlangen. Was haben wir nicht alles für Ängste: Angst vor der Klimakatastrophe, vor Arbeitslosigkeit, vor dem Publikum, vor Krankheit, vor dem Alter, vor dem Tod, vor der Dunkelheit, vor dem Risiko, vor dem Neuen, vor dem Fremden, vor Gott, vor Krankheit, vor dem Alleinsein, vor der Langeweile, vor der Unsicherheit ....
Andererseits ist die Angst etwas, womit wir uns nicht beschäftigen wollen. Angst ist schwer auszuhalten; sie ist unangenehm und wird nicht gern benannt, es sei denn, es wird uns eine „absolut wirksame“ Strategie angeboten, die Angst zu vermeiden oder zu besiegen.
Wir wollen uns sicher fühlen!

Angst und Furcht
Eine weit verbreitete Vorstellung unterscheidet Angst und Furcht. Angst ist danach ein gegenstandsloses, frei flottierendes Gefühl; Furcht richtet sich auf konkrete Anlässe. Furcht ist also immer Furcht vor etwas, Angst ist nicht zu bestimmen, im Extrem: Lebensangst. Aber Angst und Furcht sind auch umgewertet worden. Lange Zeit galten sie als etwas Negatives: Sei kein Angsthase, wurde Kindern eingeschärft. Angst steht dem Mut entgegen. Heute ist es hingegen in bestimmten Situationen sogar gefordert, Angst zu empfinden und sich zu ihr zu bekennen.

Der Nutzen der Angst
Angst kann sicherlich auch nützlich sein. Sie gehört nicht umsonst zu unserer biologischen Grundausstattung, denn sie sichert das Überleben. Daher gibt es auch so etwas wie eine primäre Angst, die nicht erlernt werden muss. Darüber hinaus gibt es aber eine Angst, die erfahrungsabhängig ist.
Erleben wir zur Zeit eine Züchtung von Angstkulturen, Furcht, die künstlich produziert wird, um sie politisch auszubeuten: Angst vor Terror, vor der alltäglichen Gewalt, vor Epidemien?
Gibt es Verschiedenheiten in den nationalen Ängsten?

Der englische Wortschatz kennt nicht umsonst den Begriff „German Angst“ als eine besondere Form der Existenz- und Lebensangst.

Keine Angst!
Es gibt viele Mittel, Ängsten zu begegnen. Ängste sollen uns genommen werden durch „Sicherheitsmaßnahmen“: durch den Abschluss einer Versicherung gegen alles und jedes, durch Überwachung und Bewachung, durch Sicherheitsschlösser, durch mehr und mehr Regeln und Gesetze, deren Einhaltung wiederum überwacht werden muss.

Was gewinnen wir dadurch und was verlieren wir: die Überwachung als Gegenpol zur Freiheit? Wie viel Freiheit vertragen wir?

Ängste können „gebannt“ werden durch Rituale, Fetische, Schutzpatrone, sei es religiösen oder säkularen Ursprungs.

Wir kennen das Lustvolle einer Angst oder des Schreckens; „Die Angst“, sagte Alfred Hitchcock einmal, „ ist ein Gefühl, das die Leute gerne empfinden, wenn sie sich gewiss sind, in Sicherheit zu sein.
Und wir begegnen unserer Angst durch das Lachen über die ins Lächerliche gezogene Figur.

10 Tage Festival, in denen es auch darum geht, keine Angst zu haben oder vielleicht doch?

Die Festivalorte
Das Festivalzentrum:
Bühnenraum: ein Raum ca. 11 m breit, 11 m tief mit variabler Zuschauersituation; ein Ausstellungs- / Aktions-Raum ca. 16 m lang, 7 m breit; Bestuhlung kann frei integriert werden. Eine Licht- und Toneinrichtung ist möglich.
Darüber hinaus stehen verschiedene andere Räume zur Verfügung, je nach Bedarf und Notwendigkeit.

Präsenz in der Stadt:
Das Festival ist Teil des urbanen Lebens der Stadt Mannheim. Interventionen, Eingriffe in städtische Räume sind geplant: Fußgängerzonen, -unterführungen, Laden-Leerstände und so weiter.

Andere Spielorte
Natürlich ereignet sich das Festival auch an anderen Orten der Stadt: zum Beispiel bei den Kooperationspartnern: in der Alten Feuerwache und im Mannheimer Kunstverein sowie im Kunstverein Ludwigshafen.

zeitraumexit sucht KünstlerInnen aus den Bereichen Performance-Art, Tanz, Theater, Video, Zeichnung, Fotografie, Malerei, die sich mit dem beschriebenen Thema auseinandersetzen.

Dauer des Festivals: 10. September bis 20. September 2008
Bewerbungsschluss: 15. April 2008 (Datum des Poststempels)


Anschrift:
zeitraumexit
Hafenstraße 68
68159 Mannheim

Künstlerische Leitung: Elke Schmid,Tilo Schwarz, Gabriele Oßwald, Wolfgang Sautermeister

Bewerbungsunterlagen:
* Aussagenkräftiges Konzept (Video, Bildmaterial, Beschreibung )
* Vita
* Kostenplan (Gage, Material, Technikbedarf)
* Technische Anforderungen
* Requisiten
* Ausreichend frankierter Rückumschlag für die Rücksendung der Bewerbung

Für die zugesandten Bewerbungsunterlagen wird keine Haftung übernommen. Bewerbungen per E-Mail werden nicht akzeptiert. Bewerbungen ohne ausreichend frankierten Rückumschlag werden nicht zurückgesandt und auch nicht archiviert!

Bewerbungen aus dem Ausland: bitte die Portokosten für die Rücksendung als Geldwert in Euro beilegen!

Zeitraumexit
Hafenstraße 68 - 72
Deutschland - 68159 Mannheim
Telefon: 0621/3709830
Telefax: 0621/3709832
office@zeitraumexit.de
http://www.zeitraumexit.de

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